Papstsonntag in Bamberg
Im Erzbistum Bamberg wird traditionell der Sonntag nach dem Jahrestag der Papstwahl oder der Amtseinführung als „Papstsonntag“ feierlich begangen, denn das Bistum Bamberg ist seit seiner Gründung im Jahr 1007 immer in besonderer Weise mit dem jeweiligen Papst verbunden. Wohl nicht zuletzt auch, weil der zweite Bamberger Bischof Suitger im Jahr 1046 auf Wunsch König Heinrichs III. vom Volk und Klerus Roms am Heiligen Abend zum Papst gewählt wurde. Als Papst Clemens II. regierte er ein Jahr lang die Kirche, bevor er auf einer Reise verstarb. Auf seinen Wunsch hin wurde er nach Bamberg überführt und im Hochchor des Domes bestattet.
Am 23. März feierte Erzbischof Herwig Gössl im Kaiserdom zu Bamberg ein Pontifikalamt zu Ehren des amtierenden Papstes. Vielleicht war es kein Zufall, dass an diesem Sonntag Papst Franziskus aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte. Am 13. März 2013 wurde Franziskus zum Nachfolger von Benedikt XVI. gewählt. Geprägt durch die ignatianische Spiritualität – der Freiheit und der Entscheidung – ist Papst Franziskus anders. Es ist seine Authentizität, die die Menschen begeistert. So fuhr er als erstes nach Lampedusa, um die Armen und Drangsalierten in den Mittelpunkt seines Pontifikats zu rücken. Auch die Schöpfungsverantwortung mahnt er in seiner Enzyklika „Laudato si“ an. Seine Botschaft der Barmherzigkeit und des Brückenbauens ist auch für uns richtungsweisend.
Die Komturei „Franken“ nahm mit einer großen Abordnung, angeführt von Komtur Thomas Koch und stellvertretendem Balleimeister Simon Kuttenkeuler, am Pontifikalamt teil. Erstmals chargierten auch die katholischen Studentenverbindungen der Erzdiözese Bamberg. Im Anschluss trafen sich die Consorores und Confratres zum gemeinsamen Mittagessen im Hotel „Alt Ringlein“ und ließen dort den Sonntag gemütlich ausklingen.
Jörg Steinhoff FamOT
Komtureikanzler